Vereinsgeschichte
Eine Lücke schließen, damals wie heute
Die Reitsportgemeinschaft St. Georg Merbeck seit 1974
Die ländliche Reitsportgemeinschaft St. Georg Merbeck existiert seit 1974. Seit 32 Jahren wird der, in der Region traditionsreiche Reitsport, gepflegt. Seine Arbeit sah und sieht der Verein in der Förderung des Reitsports im Basisbereich und der Förderung und Einbindung von Kindern und Jugendlichen in den Reitsport im Sinne des gemeinnützigen Zwecks.
Eine zunächst lockere und freundschaftliche Verbundenheit von Reitern um Erkelenz führte im Jahr 1974 zur Gründung der RSG St. Georg Merbeck. "Wir wollten Turniere veranstalten", erinnert sich Gründungsmitglied und heutiger 1. Vorsitzender der RSG St. Georg Merbeck, Helmut Blaß. Die Liebe zum Pferd und zum Reitsport hatte schon Jahre zuvor einen Kreis eingeschworener Reiter zusammengeführt. Dem damaligen geringen Angebot an Turnierveranstaltungen, wollte man auf die Sprünge helfen und hatte sich zum Ziel gesetzt jährlich ein Turnier für Spring- und Dressurreiter zu veranstalten. Doch dafür brauchte man einen Verein. "Nach ersten Überlegungen ging dann alles sehr schnell", erinnert sich Helmut Blaß. Die Reiter Manfred Hill, damaliger 1. Vorsitzender der RSG St. Georg Merbeck,, Thea Muskat, Helmut Blaß, Hilde Blaß, die Familie Horst und Beate Blandfort, sowie Gottfried Ochmann gründeten die Reitsportgemeinschaft St. Georg Merbeck. Bereits im darauffolgenden Jahr, im Februar 1975, fand das erste Hallenturnier mit Spring- und Dressurprüfungen bis Klasse L statt. "Wir waren alle sehr stolz und schon das erste Turnier war ein voller Erfolg", sagt Helmut Blaß, der damals wie heute, zu den federführenden Vorstandsmitgliedern gehörte.
Noch im selben Jahr zog der Verein von Erkelenz-Keyenberg in die Reitanlage nach Merbeck um, und befand sich ab sofort auf einem herrlich passenden Gelände, das die ideale Basis für weitere große Veranstaltungen und der positiven Entwicklung der RSG St. Georg Merbeck den richtigen Rahmen gab.
RSG erfolgreicher Turnierveranstalter in den 80-igern
In den Jahren 1975 bis 1985 fand jährlich ein großes Reitturnier auf der Anlage in Merbeck statt und konnte sich mit Dressur- und Springprüfungen bis zur Klasse S zu den großen reitsportlichen Veranstaltern der Region zählen.
"Es war jede Menge los, damals in der Merbecker Reitanlage", erinnert sich auch Vereinsmitglied Thea Muskat, "hier trafen sich die Reiter der Umgebung und tauschten ihre Erfahrungen aus, Reitausflüge und vieles mehr wurde veranstaltet und ein reges Vereinsleben begeisterte immer mehr Reitsportler."
Der Verein wuchs ständig und zählte zu dieser Zeit rund 100 Mitglieder.
Die Kinder von damals sind heute zum Teil der erwachsenen Mitglieder der RSG, dem Reitsport, wie dem Verein treu geblieben. Die Jugendarbeit stand damals im Vordergrund und diverse Trainer und Springausbilder standen Vereinsmitgliedern zur Verfügung.
Der stete Aufstieg und die Zunahme der Mitglieder der RSG, mit dem jährlich herausragenden Spring- und Dressurturnier in Merbeck, fand jedoch Ende der Neunziger ein nahezu abruptes Ende. Die Reitanlage wurde mehrfach verkauft und das rege Vereinsleben litt dermaßen darunter, dass der Verein von schwindenden Mitgliederzahlen betroffen war. Die sportlichen Aktivitäten schrumpften fast auf Null und nur dem beherzten Engagement eines völlig neuen Vorstandes war es vor sechs Jahren (2000) zu verdanken, dass der Verein in seiner heutigen Form noch existiert und seitdem wieder an Mitgliedern wächst. Den Neubeginn startete die RSG St. Georg Merbeck im Jahre 2000 mit den neuen Vorstandsmitgliedern Bärbel Joeken, Erich Gerards, Alexa Küppers, Ariane Benz, Helmut Blaß und Sascha Protze, der zu dieser Zeit Reitlehrer auf der Merbecker Anlage war und sich durch eine hervorragende Kinder- und Jugendarbeit einen guten Namen gemacht hatte. Ein erneuter Besitzerwechsel der Merbecker Anlage führte zum Umzug nach Rickelrath-Schwaam, auf das Gelände des Lanstgasthofes Timmermans, wo der Verein heute mit einem eigenen Zelt seinen Vereinsmittelpunkt hat.
Aufgrund der neuen Zusammensetzung der Mitglieder entwickelte sich die RSG St. Georg Merbeck zu einem Reitverein, der vor allem den Fahrsportbegeisterten, als den Kutschfahrern, ein willkommenes Zuhause bietet.
Wenn auch keine großen Turniere im Springen und der Dressur mehr stattfinden, so zeichnet sich die RSG St. Georg Merbeck durch ihre weit über die Region hinaus beliebten Veranstaltungen aus, wie dem Osterritt, dem Orientierungsritt, dem Herbstritt, der Pferdesegnung und einem zünftig traditionellen Weihnachtsfest in der Timmermanschen Scheune. Das Gelände hinter dem Landgasthaus Timmermans ist seit rund vier Jahren der Treffpunkt und der Veranstaltungsort für alle Vereinsaktivitäten um die RSG St. Georg Merbeck. Ohne die freundliche Unterstützung der Familie Renate und Johannes Timmermans wäre es für die RSG schwierig gewesen, ihr jährliches Veranstaltungsprogramm durchzusetzen. Seit zwei Jahren finden hier nicht nur die regelmäßigen Vereinssitzungen statt, sondern ist Timmermans auch der Ausgangspunkt aller reiterlichen Veranstaltungen.
Neue Heimat in Schwaam seit 2002
Im letzten Jahr, 2005, konnte die RSG wieder an ihre alten Erfolge und an ihre Bedeutung für den Reitsport in der Region anknüpfen. Mit der erstmaligen Ausrichtung der Kreismeisterschaft im Fahrsport, ein- und zweispännig, Klein- und Großpferde, veranstaltete die RSG ein zweitägiges Fahrturnier, das mit großer Begeisterung von den Menschen der Umgebung und allen Reiterfreunden aufgenommen wurde. Das die RSG auch gleich zwei Kreismeister 2005 stellte, war für die Mitglieder der schönste Lohn für ihren Einsatz.
Auch in diesem Jahr ist die RSG St.Georg Merbeck Ausrichter der diesjährigen Kreismeisterschaft und konnte mit der integrierten Stadtmeisterschaft diese Veranstaltung erfolgreich erweitern.
Ein Verein, der in seiner Entwicklung viele Hürden nehmen musste, viele Tiefen überdauert hat und heute mit dem Schwerpunkt Fahren eine Lücke in der hiesigen Vereinswelt des Reit- und Fahrsports erfolgreich schließen konnte.
